Werkstoffprüfung

 

Umwerten von Härtewerten

 

 

 

Mitunter ist es erforderlich die nach einem Verfahren ermittelten Werte in die eines anderen Verfahrens umzuwerten. Dies ist gewöhnlich der Fall, wenn ein Härteprüfgerät für das gewünschte Zielverfahren nicht vorhanden ist oder wenn auf der Probe z.B. aus Platzgründen keine Eindrücke nach dem Zielverfahren gesetzt werden können.

 

 

 

Aufgrund der lokal unterschiedlichen Härte bei vielen Werkstoffen geben solche Umwertungen nur grobe Hinweise auf den tatsächlichen Härtewert und sollten nur angewandt werden, wenn die Richtigkeit der Umwertung in ausreichendem Maße gesichert ist.

 

 

 

Zwischen den Härteverfahren Brinell, Vickers und Rockwell sowie zwischen Härte und Zugfestigkeit existieren empirische Umwertbeziehungen für bestimmte Werkstoffe mit eingeschränkter Genauigkeit.
Allgemeingültige Umwertbeziehungen existieren nicht.
Details kann man in der DIN 50150 nachlesen.

 

 

 

Als Faustformel für Abschätzungen gilt:

 

 

 

HB ≈ 0,95 * HV
HRB ≈ 176 – 1165 / √HB
HRC ≈ 116 – 1500 / √HV

Rm ≈ c HB (oder HV) (Rm in N/mm2)

 

 

 

Der Faktor „c“ für die Abschätzung der Zugfestigkeit Rm wird im Schrifttum meist vorgeschlagen zu:

 

 

 

c ≈ 3,5 für Stahl (mit krz-Fe-Gitter)
c ≈ 5,5 für Cu und Cu – Legierungen geglüht
c ≈ 4,0 für Cu und Cu – Legierungen kaltverformt
c ≈ 3,7 für Al und Al – Legierungen 

 

 

 

Quelle: „Härteprüfen mit Zwick“

 Beratung/Werkstofftechnik

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