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Dem Lochfraß bei Edelstahl auf der Spur

Datum der Mitteilung: 25.08.2004
Absender: Dr. Andreas Trepte
Einrichtung: Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Kategorie: überregional
Forschungsergebnisse, Publikationen
Chemie und Biochemie, Maschinenbau und Verfahrenstechnik, Verkehr und Transport, Werkstoffwissenschaften

Explosionsartige Vermehrung winziger "Rostlöcher" ist Ursache massiver Korrosionsschäden, berichten Forscher des Berliner Fritz-Haber-Instituts

Rostfreier Stahl kann sehr schnell korrodieren, wenn sich das anliegende Potential, die Konzentration korrodierender Lösungen oder die Temperatur nur leicht verändern. Wissenschaftler des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Virginia, USA, haben jetzt unter Einsatz spezieller Mikroskopie-Techniken herausgefunden, dass das schlagartige Einsetzen der Korrosion darauf beruht, dass sich die Zahl winziger metastabiler Löcher in der betroffenen Metalloberfläche explosionsartig vermehrt. Dieser Befund deckt sich mit theoretischen Modellen, wonach sich das Phänomen des Lochfraßes unter entsprechenden Bedingungen autokatalytisch wie eine Kettenreaktion ausbreitet. Die in der jüngsten Ausgabe von "Science" veröffentlichten Forschungsergebnisse tragen entscheidend dazu bei, Korrosionsprozesse besser verstehen, kontrollieren und letztendlich vermeiden zu können (Science, 20. August 2004).

Abb. : Drei aufeinander folgende "Schnappschüsse" veranschaulichen die Ausbreitung eines Korrosionsschadens in der schützenden Oxidschicht eines rostfreien Stahls.

Bild: Fritz-Haber-Institut


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Letzte Änderung: Wed, 25 Aug 2004 10:09:59 GMT