Verfestigungsexponent

 

 

Bei nicht vorgeformten unlegierten und niedriglegierten Stählen bzw. Aluminium-Legierungen kann die Fließkurve bei RT durch eine Parabel höherer Ordnung beschrieben werden:

 

Kf  =  αφn

 

Kf ist die Fließspannung (Formänderungsfestigkeit) d.h. die Spannung zum Einleiten und Aufrechterhalten des Umformvorganges.

In o.g. Beziehung ist α ein werkstoffabhängiger Festwert und der Exponent n erfasst das Verfestigungsverhaltens des Werkstoffs. Er wird deshalb als Verfestigungsexponent bezeichnet.

 

Es ist mathematisch und experimentell nachzuweisen, dass der n-Wert bei solchen Werkstoffen, die sich im Zugversuch oberhalb des Kraftmaximums einschnüren, dem Zahlenwert der logarithmischen Gleichmaßdehnung entspricht.

 

Unlegierte weiche Stähle liefern einen Verfestigungsexponent (n-Wert) von

 

n = 0,20 bis 0,26

 

 

LASKA; FELSCH Werkstoffkunde für Ingenieure, Braunschweig, Wiesbaden 1992 S.70ff.

 

Beratung / Werkstofftechnik

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